Der Name Symphytum heißt soviel wie „Zusammenheilen“, was auf die Hauptwirkung der Pflanze hinweist. Schon Hildegard von Bingen betrachtete den Beinwell als eine der wertvollsten Heilkräuter der Volksmedizin. So sollen die pürierten Blätter oder ein Brei aus der Wurzel wohltuend bei Knochenbrüchen, Schwellungen, Verstauchungen und vielen anderen Leiden sein. Diese Wirkung verdanken sie vor allem dem Stoff Allantoin, welcher die Gewebeneubildung anregt. Weiterhin beinhaltet Beinwell Gerb- und Schleimsoffe sowie Kieselsäure. Von einer innerlichen Anwendung wird aber abgeraten, da die enthaltenen Alkaloide zu Leberschädigungen führen können.

Kräuterwuchs: aufrecht buschig, horstbildend, Höhe: 70 bis 150 cm

Blüte- und Blütezeit: purpurrosa von Mai bis Juli

Standort: sonnig bis halbschattig

Boden: humos, Feuchte: frisch bis feucht

Frosthärte: voll frosthart

Kräuterernte: Blätter, blühende Sprossspitzen, Wurzeln

Optimaler Erntezeitpunkt: Blätter vor der Blüte, blühende Sprossspitzen während der Blüte, Wurzeln zur Ruhezeit

Kräuterverwendung: Heiltee, Brei, Kompressen, Tinkturen

Inhaltsstoffe: Allantoin, Pflanzenschleim, Tannine

Hinweise auf Giftigkeit und Nebenwirkungen: innerliche Anwendung kann zu Vergiftungen, äußerlich können bei empfindlichen Personen Reizungen auftreten